
Dr. Martin Weingardt
Professor der päd. Hochschule Ludwigsburg
Als guter Pädagoge nutzte Prof. Weingardt seine staubedingte Verspätung für den Einstieg in das Thema des Abends. Fehleroffenheit als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit von Schulen sowie Schülerinnen und Schüler", in dem er die Komplexität heutiger Systeme als Ursache für Fehlerhäufigkeit darstellte.
Was mangelnde Fehleroffenheit einer Organisation verursacht, wurde sehr anschaulich in einem Zitat von Tom Peters dargestellt: "Kleine Fehler werden nicht erkannt ... bis sie große Fehler an anderer Stelle verursachen. Die Vorgesetzten werden falsch informiert, die Fehler sind dann immer schwerer zu entdecken. Es entsteht kein Lernprozess ..."
Veränderung, Neues ist naturgemäß noch nicht ausgereift, noch nicht optimiert. Wer Angst hat, Fehler zu machen, probiert nichts Neues aus. Weingardt plädiert deshalb für einen Drei-Schritt: Fehlertoleranz, Fehlernutzung, Fehlerneubeurteilung. Dazu sind auch in schulischen Lernkontexten Varietät der Sichtweisen sicherzustellen, Entscheider zu wechseln, um emotionale Bindungen an gefasste Urteile zu verhindern. (Das haben wir schon immer so gemacht") und alternative Varianten von Lösungen zu generieren.
Am Schluss zitierte er den Filmemacher Fatih Akin: "Ohne Fehler wächst man nicht!".
Den Vortrag mit Präsentation können Sie in ganzer Länge
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