Allgemeines zum Projekt
Förderung von inklusionsorientierten Schulentwicklungsprozessen an Evangelischen Schulen
Ausschlaggebend für die Initiierung des Projekts sind folgende Hintergründe: Viele evangelische Schulen setzen sich schon lange und intensiv mit Fragen der Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit auseinander. Einzelne Schulen haben sich bereits mit konkreten Schritten in Richtung Inklusion auf den Weg gemacht. Diese mutigen Initiativen ebenso wie Schulen, die sich neu für diese Fragestellung interessieren will das Evangelische Schulwerk jetzt mit dem Projekt „Inklusionsorientierte Schulentwicklung“ unterstützen.
Die Evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg haben mit ihrem Positionspapier* „Freiheit, Gerechtigkeit und Verantwortung“ eine Vision entwickelt wie christliche Grundüberzeugungen bei allen aktuellen Herausforderungen in einer Schule der Zukunft Gestalt gewinnen können. In diesem schulpolitischen Papier ist unter anderem vom gemeinsamen Lernen ohne Stigmatisierung und von inklusiver Bildung als gemeinsamer Aufgabe die Rede. Diese Aufgabe wird für alle Schulen zur Herausforderung werden. Denn die Bundesrepublik hat sich mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-BRK) im März 2009 u.a. dazu verpflichtet, „ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“ zu gewährleisten. Wo Kollegien und Schulleitungen das gemeinsame Lernen – sei es in Sonderschulen, beruflichen oder allgemeinen Schulen – erproben möchten oder ihren Unterricht in Richtung Inklusion weiter entwickeln wollen, sind sie eingeladen, sich für die Teilnahme zu bewerben. Um diese Unterstützung zu bekräftigen, stellen wir den teilnehmenden Schulen Prozessbegleiter auf unsere Kosten zur Verfügung. Was darüber hinaus für den Prozess der jeweiligen Schule an Unterstützung notwendig ist, ist vom Träger zu leisten. (Projektleitung: Sabine Hettinger)
Den Flyer mit weiteren Informationen können Sie
hier herunterladen!
Das Projekt und seine Schulen
In den Bewerbungen, die auch eine Projektskizze enthalten sollten, war eine Zuordnung zu einem der 3 Teilprojekte erkennbar:
Teilprojekt 1: Inklusionsorientierte Übergangsgestaltung Kindertageseinrichtung – Schule
Teilprojekt 2: Inklusionsorientierte Unterrichtsentwicklung
Teilprojekt 3: Inklusionsorientierte Gestaltung von Schulkooperationen/Schultandems
Unter den 9 ausgewählten Schulen haben sich 6 für inklusionsorientierte Unterrichtsentwicklung (TP 2) und 3 für inklusionsorientierte Schulkooperation/Schultandems entschieden. Für Teilprojekt 1 lag leider keine Bewerbung vor. Natürlich ist der Kindertagesbereich bzw. die Übergangsgestaltung sehr wesentlich, wenn es um inklusionsorientierte Schulentwicklung geht, da hier schon wesentliche Grundlagen für die weitere Entwicklung eines Kindes gelegt werden bzw. im Übergang zur Schule bereits ganz wesentliche Entscheidungen fallen. Wir behalten dieses Teilprojekt im Auge und erwägen zu einem späteren Zeitpunkt nochmals Bewerbungen und ein Folgeprojekt zu ermöglichen.
Zunächst wollen wir aber an dieser Stelle allen teilnehmenden Schulen
nochmals ganz herzlich gratulieren, dass Sie sich beworben haben, ausgewählt wurden und nun tatsächlich mit dabei sind in unserem Projekt inklusionsorientierte Schulentwicklung!
Die teilnehmenden Schulen bzw. Schulkooperationen sind folgende:
▪ Freie Evang. Schule Böblingen (TP2)
▪ Oberlinschule Bruderhaus Diakonie Reutlingen mit Eduard-Spranger-Schule Reutlingen (TP2)
▪ Betty-Hirsch-Schule (Nikolauspflege) Stuttgart (TP2)
▪ Evang. Grundschule Karlsruhe (TP2)
▪ Evang. Fachschule für Sozialpädagogik Stuttgart-Botnang (TP2)
▪ Evang. Stiftung Lichtenstern Löwenstein mit Grundschule Eschenau (TP2)
▪ Rudolf-Leski-Schule Tübingen (Sophienpflege) mit Steinäckerschule Bodelshausen GHS (TP3)
▪ Schwarzbachschule (Johannes-Diakonie Mosbach) Schwarzach Merianschule Epfenbach (TP3)
▪ Martinshaus Kleintobel (Zieglersche Anstalten) Berg mit Ev. Kinder- und Jugenddorf Siloah Isny im Allgäu (TP3)