Dialogische Evaluation und Schulentwicklung (DialogES)

Gute Schulen brauchen gute Evaluation.

Evaluation und Schulentwicklung sind wie zwei Seiten einer Medaille. Aus der Evaluation resultiert ein Schulentwicklungsprozess, dessen Wirkung und Nutzen wiederum in einer Evaluation erkennbar wird. Viele Evaluationsinstrumente sind auf dem Markt. Was ist daher das Besondere an DialogES?

Die gängigen schulischen Evaluationssysteme nehmen das spezifische Anliegen evangelischer Schulen nicht in den Blick. DialogES wurde an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Schulwerk entwickelt, um Schulen die Möglichkeit zu geben, ihre Qualität so zu überprüfen, dass sie sowohl staatlichen Standards als auch ihrem spezifischen Profil gerecht werden können.

1. Was wird evaluiert?

DialogES betrachtet vier Profilbereiche. Jeder Profilbereich teilt sich in zwei Qualitätsbereiche auf.

  •   Profilbereich Schulkultur:
    • Qualitätsbereich Wertschätzung
    • Qualitätsbereich Spiritualität

  •  Profilbereich Lernarrangements:
    • Qualitätsbereich Unterricht
    • Qualitätsbereich außerunterrichtliches Lernen 

  • Profilbereich Professionalität:
    • Qualitätsbereich Professionalität der Lehrkräfte
    • Qualitätsbereich Schulführung und Schulmanagement 

  • Profilbereich Schulgemeinschaft:
    • Qualitätsbereich Schul- und Klassenklima
    • Qualitätsbereich Inklusion und Diversität

2. Wie wird evaluiert?

DialogES versteht sich als partizipatorisches Evaluationskonzept. Die Schule entscheidet welche Qualitätsbereiche evaluiert werden sollen und bildet zur Planung und Organisation vor Ort ein schulisches DialogES-Team. Weitere Vorarbeit muss die Schule nicht leisten.

Die DialogES-Evaluatoren kommen pro Qualitätsbereich ca. zwei bis drei Tage an die Schule, erheben Daten und werten sie anschließend aus. Die Datenerhebung zeichnet sich durch vielfältige Methoden aus, wobei der Schwerpunkt auf dialogischen Verfahren liegt. Es ist möglich innerhalb eines Schuljahrs aus jedem Profilbereich einen Qualitätsbereich zu evaluieren.

Zum Abschluss wird der Schule der Evaluationsbericht vorgestellt und erläutert.

Die erhobenen Daten und der Abschlussbericht unterliegen einer professionellen Schweigepflicht und werden nirgends veröffentlicht.

Wenn aus jedem Profilbereich mindestens ein Qualitätsbereich evaluiert wurde (wobei der Qualitätsbereich „Unterricht“ verpflichtend ist), erhält die Schule ein Zertifikat.

3. Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht?

Den Erfahrungsbericht der Grundschule der Freien Evangelischen Schule Lörrach können Sie hier lesen.

4. Wo können wir uns noch genauer informieren?

Weiter Informationen können Sie der Broschüre „Dialogische Evaluation und Schulentwicklung“ (20 Seiten) entnehmen.

Eine ausführliche Darstellung (174 Seiten) finden Sie in dem Buch

Baur, Katja/ Fliege, Thomas/ Schlenker, Claudia: Dialogische Evaluation und Schulentwicklung. Ein Evaluationsmodell insbesondere für evangelische Schulen.

Näheres zu den beiden Publikationen finden Sie hier.

 

Gerne kommen wir auch an Ihre Schule, stellen DialogES vor und beantworten Ihre Fragen.

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